Automatikgetriebe-Reparaturkosten & Kostenfaktoren

Was Sie über die Kosten wissen müssen

Wenn das Automatikgetriebe brummt und vibriert, hart schaltet oder das Auto keinen Vortrieb mehr hat, geht so manchem Autofahrer nicht nur ein flaues Gefühl durch den Magen, sondern gleichzeitig auch die verschiedensten Fragen durch den Kopf: Mache ich etwas bei der Automatikgetriebe-Bedienung falsch? Muss das Getriebe nun ausgetauscht werden? Ist eine Reparatur möglich? Lohnt sich das? Wo lasse ich eine Automatikgetriebe-Reparatur erledigen und wie hoch sind die Kosten für das Ganze? Das und mehr erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Zunächst einmal: Wer kann Automatikgetriebe überhaupt reparieren?

Üblicherweise denkt man bei Reparaturfragen rund ums Auto an die Autowerkstatt des Vertrauens. Vom Zahnriemen über den Stoßdämpfer bis hin zum Motor mag das für die meisten Teile und Komponenten Ihres Fahrzeugs auch stimmen. Beim Automatikgetriebe sieht die Sache etwas anders aus. Nicht nur, dass eine Automatik deutlich komplexer aufgebaut ist, als ein manuelles Schaltgetriebe, denn Elektronik und Software bestimmen auch bei der Automatik längst die Funktion.

Diese Umstände machen es für konventionelle Werkstätten eindeutig schwieriger, schnell und zuverlässig den Fehler zu finden und zu reparieren. Denn sowohl bei der Diagnose als auch bei den filigranen Reparaturarbeiten sind fundierte Fachkenntnisse und das richtige technische Equipment gefragt. Dort, wo Know-how und Ausstattung fehlen, wird Ihnen der Einfachheit halber oft zum Austausch einer defekten Automatik geraten, obwohl eine deutlich kostengünstigere Reparatur eigentlich möglich wäre.

Bei der Getriebeinstandsetzung kommt es auf die Feinheiten einer jeden Automatik an. Ein geschultes Auge in einer spezialisierten Werkstatt weiß mit einem ZF-Getriebe aus einem alten BMW 525tds ebenso umzugehen wie mit einem AF40 im Opel Vectra C oder mit einer hauseigenen Mercedes-Benz – er muss sie Informationen darüber nicht erst ergoogeln. Auch spielt es für den Fachmann keine Rolle, ob es sich bei Ihrem Auto um die Grundversion oder ein Sondermodell mit Sondergetriebe exotischerer Fabrikate handelt.

Die für Sie beste Anlaufstelle für eine Automatikgetriebe-Reparatur ist daher stets eine spezialisierte Fachwerkstatt. Schließlich haben die Werkstattmitarbeiter dort Tag für Tag mit nichts anderem zu tun, als mit der Fehlerdiagnose, der Reparatur oder dem Austausch von defekten Automatikgetrieben aller Automarken oder dem Wechseln von Verschleißteilen.

Automatikgetriebe austauschen oder reparieren?

Sicher ist: Ein neues Automatikgetriebe ist üblicherweise teurer als eine Reparatur. Hierin stecken sowohl die Kosten für die Automatik selbst – je nach Art und Gangzahl des Getriebes bis zu 10.000 Euro – plus für den Einbau. Ob das Getriebe nun ausgetauscht werden muss oder eine Reparatur ausreicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Müssen zum Beispiel lediglich Verschleißteile, wie etwa Dichtungen, Bremsbänder, Kupplungslamellen getauscht werden oder liegt der Fehler im Steuergerät oder im Drehmomentwandler, reicht üblicherweise eine einfache Getriebeinstandsetzung beziehungsweise die Reparatur oder das Wechseln des Wandlers.

Auch sind Fabrikate bestimmter Hersteller erfahrungsgemäß anfälliger für Defekte, sodass das Auftreten typischer Probleme und Symptome ab einem gewissen Kilometerstand immer wahrscheinlicher werden. Grundsätzlich gilt allerdings: Je früher ein Defekt oder Unregelmäßigkeiten eines Automatikgetriebes erkannt und in der Werkstatt behoben werden, desto besser.

Sorgfalt sollten Sie auch beim Öl walten lassen. Wie auch beim Motor entscheidet die Schmierung des Automatikgetriebes über dessen Lebensdauer. Vernachlässigen Sie einen regelmäßigen Automatikgetriebe-Ölwechsel, riskieren Sie Überhitzung, extremen Verschleiß und somit irreparable Schäden am Getriebe, zum Beispiel stark abgenutzte oder Brüche an Zahnrädern. Ist eine Reparatur nicht mehr möglich oder stehen die Kosten in keinem wirtschaftlichen Verhältnis mehr, ist ein Austausch durch die Werkstatt die sinnvollste Option.

Auch, wenn die Hersteller oft von „Lebensdauerfüllung“ sprechen, so ist dies – wenn überhaupt – nur die halbe Wahrheit. Eine der wesentlichsten Informationen, die hierbei nicht betrachtet wird: Die Qualität des Getriebeöls und damit auch die ausreichende Schmierung der Automatik nimmt im Laufe der Zeit ab. Wenn Sie möchten, dass Ihr Automatikgetriebe wirklich ein Autoleben durchhält, so können Sie mit frischem Öl beziehungsweise mit einer (link: /service/getriebespuelung text: Getriebespülung einen großen Beitrag dazu leisten. Dies bewahrt Sie vor Reparaturen oder einem kostspieligen Komplettaustausch. Auch einen Automatikgetriebe-Ölwechsel sowie die Spülung führt eine spezialisierte Fachwerkstatt für Sie durch.

Wie hoch sind die Kosten?

Die gute Nachricht: Schon bei der Fehlersuche sparen Autofahrer viel Geld, wenn sie sich mit der Getriebereparatur gleich an einen Automatik-Experten wenden. Dank spezieller Diagnosegeräte und natürlich jahrelanger Erfahrung mit der Materie ist es für Fachleute ein Leichtes, den Fehler schnell und kostengünstig zu bestimmen. In puncto Reparaturkosten kommt es natürlich auf Art und Umfang des Schadens an. Schließlich resultiert daraus der Aufwand für die Werkstatt.

Erwartungsgemäß ist der Austausch die teuerste Variante – zumindest dann, wenn ein brandneues Getriebe verbaut wird. Kosten im oberen vierstelligen Bereich sind hier die Regel. Viele spezialisierte Fachwerkstätten haben jedoch allerlei gängige überholte Austauschgetriebe auf Lager. Und diese sind eine deutlich günstigere Alternative. Dennoch kann dies die einzige Option sein, wenn die Reparatur des Getriebes nicht mehr möglich ist.

Vielleicht ist ein Austausch aber auch gar nicht nötig und eine einfache Instandsetzung genügt. Dann fällt die Reparaturrechnung für das Getriebe deutlich niedriger aus – vorausgesetzt, der Defekt lässt sich auch durch einfache Reparaturarbeiten und dem Austausch von Einzelteilen des Automatikgetriebes beheben. Bestenfalls sollten Sie Ihrem Automatikgetriebe bei der Gelegenheit eine Generalüberholung gönnen und es auf den neuesten Stand bringen. Dies kann künftige Defekte vermeiden und Ihnen somit den einen oder anderen Euro für eine kostspielige Reparatur ersparen.


3 Tipps, wie Ihr Automatikgetriebe lange fit bleibt

Es ist eine recht einfache Sache: Kaltes Getriebe, höherer Verschleiß. Das ist beim Sport nicht anders. Geben Sie Ihrem Automatikgetriebe quasi ein Aufwärmprogramm! Ist der Motor Ihres Autos warm gefahren, geht die Wärme auch in das Getriebe über – das ist alles! Vermeiden Sie bei kaltem Motor starke Belastungen, wie zum Beispiel Bergauf-Fahrten oder das Ziehen von Anhängern, und Ihre Automatik wie auch ihr ganzes Fahrzeug wird es Ihnen danken.

Als Service oft unterschätzt und doch häufig folgenreich: Altes, falsches oder gar fehlendes Getriebeöl. Lassen Sie einen Ölwechsel etwa als 60.000-80.000 Kilometer durchführen – alternativ alle vier Jahre. Auch eine Getriebespülung kann das Leben eines Automatikgetriebes verlängern. Denn während beim Ölwechsel noch ein Rest Altöl im Getriebe verbleibt, wird dieses bei der Spülung komplett entfernt und neu aufgefüllt.

Ob auf den Bordsteinen auf einem Supermarktparkplatz oder bei der Fahrt durchs Gelände: vermeiden Sie es, hart aufzusetzen! Nicht nur, dass Sie andere Teile an ihrem Fahrzeug beschädigen können, auch das Automatikgetriebe kann durch Bodenkontakt ernsten Schaden nehmen.

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