Automatikgetriebe

Ein Automatikgetriebe wählt, abhängig von Gaspedalstellung, der gefahrenen Geschwindigkeit und des gewählten Fahrprogramms die jeweils passende Übersetzung selbstständig. Der Aufbau unterscheidet sich erheblich von einem klassischen Schaltgetriebe. Automatikgetriebe beherbergen einen hydrodynamischen Drehmomentwandler, ein Planetengetriebe und, bei modernen Konstruktionen, die elektronisch-hydraulische Steuerung. Der Drehmomentwandler stellt den Kraftschluss zwischen Motor und Getriebe her – er erfüllt die Aufgabe einer herkömmlichen Kupplung.

Automatikgetriebe werden als wartungsfrei angepriesen 

Viele AT Getriebe sind heute so konstruiert, dass sie von den jeweiligen Herstellern als wartungsfrei bezeichnet werden. Diese Aussage ist aber mit Vorsicht zu genießen. Zwar sind diese Getriebe dann mit besonders leistungsfähigem ATF-Öl (Automatic Transmission Fluid) befüllt – oftmals als Lebensdaueröl bezeichnet –, das schützt aber nicht vor einem zu niedrigen Ölstand, wie er im Laufe der Jahre beziehungsweise bei hoher Laufleistung vorkommen kann. Um durch zu niedrigen Ölstand verursachte Schäden auszuschließen, ist die Überprüfung des Ölstands nach spätestens 100000 km daher empfehlenswert.

Trotz regelmäßiger Prüfung können aber auch an diesen Getrieben Schäden entstehen. Nachfolgend einige Beispiele, woran ein schadhaftes Automatikgetriebe zu erkennen ist:

  • das Fahrzeug lässt sich nicht mehr bewegen
  • ungewöhnliche Geräuschentwicklung
  • Schaltschläge (-rucke)
  • beim Anhalten stirbt der Motor ab
  • deutlich verzögertes Anfahren

Dann muss ein Instandsetzungsbetrieb aufgesucht und der Getriebe-Fehlerspeicher ausgelesen werden.
Zeigt der Speicher lediglich ein defektes Ventil an, ist wohl eine Reparatur der Steuerung nötig.
Deutlich verändertes Getriebeöl kann erste Hinweise auf mechanische Schäden geben. Falls möglich, wird eine Probefahrt unternommen, um zu sehen, was der Instandsetzung bedarf. Anschließend werden die voraussichtlichen Kosten der Reparatur mit dem Kunden besprochen.

Reparatur eines Automatikgetriebes ist oft sehr schwierig 

Erscheint eine Instandsetzung zu teuer, oder ist sie nicht durchführbar, muss nicht ein neues AT Getriebe erstanden, sondern kann der Erwerb eines Austauschgetriebes erwogen werden. Austauschgetriebe werden sowohl von den Autoherstellern direkt als auch von speziellen Instandsetzungsbetrieben angeboten. (Letztere sind in der Regel günstiger.) Beispielsweise kann man einen defekten Drehmomentwandler manchmal überholen; auch Ersatz durch ein geprüftes Gebrauchtteil ist möglich (zeitwertgerechte Reparatur Altfahrzeug). Bei jüngeren Autos empfiehlt sich der Einbau eines Neuteils.