Vom 14.12.2018 bis 01.01.2019 macht Automatikgetriebe Reuter Betriebsferien.

Was ist ein Automatikgetriebe?

Ein Automatikgetriebe ist ein Kfz-Getriebe, das die jeweils passende Übersetzung automatisch wechselt. Bei einem manuellen Schaltgetriebe müssen die Gänge hingegen von Hand und der eigenen Fahrweise entsprechend eingelegt werden. Indes erfolgt der Schaltvorgang bei der Automatik abhängig von der Gaspedalstellung, der gefahrenen Geschwindigkeit und des gewählten Fahrprogramms. Doch was steckt noch hinter einem Automatikgetriebe und welche Besonderheiten gibt es?

Wählhebel eines Automatikgetriebes

Ein Automatikgetriebe unterscheidet sich nicht nur technisch grundlegend von einem manuellen Schaltgetriebe, sondern auch in der Bedienung. Wer bereits einmal ein Automatik-Fahrzeug gefahren ist, wird beispielsweise nur zwei Pedale vorgefunden haben, nämlich ein Gas- und ein Bremspedal, jedoch kein Kupplungspedal. Anders als bei Handschaltern befinden sich am Wählhebel unter anderem folgende Fahrstufen, die üblicherweise bei nahezu allen Fahrzeugen vorhanden sind: 

  • P: Die Parkstellung
  • R: Der Rückwärtsgang 
  • N: Neutral, also der Leerlauf
  • D: „Drive“ manchmal auch „Dauerbetrieb“ genannt

Einige Automatik-Pkw verfügen außerdem über die Stufen mit niedrigen Gängen – „3“, „2“ und „1“, die beispielsweise dazu betätigt werden die Bremswirkung des Motors bei Bergabfahrten zu nutzen und die Bremse nicht zu überlasten. Je nach Modell gibt es auch den Sportmodus „S“ oder die sparsame Schaltvariante „E“ für „Economy“ als Fahrstufe. Was die Handhabung von Automatikfahrzeugen betrifft, ist diese natürlich anders bei Pkw mit Handschaltung. Da das Hoch- und Runterschalten der Gänge jedoch automatisch geschieht, kann sich die Person hinter dem Lenkrad allerdings auch über eine Menge Fahrkomfort freuen.

Für Reparatur und Wartung an Experten wenden 

Das Plus an Komfort bedeutet auch mehr technische Komplexität. Bei einer Automatikgetriebe-Reparatur ist also viel Know-how und Erfahrung gefragt – mehr, als viele Kfz-Werkstätten vorweisen können. Bei Defekten oder beeinträchtigter Funktion ist ein spezialisierter Fachbetrieb die beste Wahl, denn hier hat man es tagtäglich mit Automatikgetrieben verschiedenster Typen und Hersteller zu tun. Die typischen Ursachen für Störungen oder Defekte sind also bestens bekannt und auch das technische Equipment für deren Behebung ist vorhanden. Treten also ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen auf, fährt das Auto nur mit starker Verzögerung an, schaltet die Automatik ruckartig oder hat das Fahrzeug plötzlich gar keinen Antrieb mehr, ist ein Experte gefragt.

Viele Automatikgetriebe werden von den jeweiligen Herstellern als wartungsfrei bezeichnet. Tatsächlich unterliegt es jedoch, wie viele andere technischen Komponenten auch, dem Verschleiß. Dieser kann je nach Fahrweise unterschiedlich ausgeprägt sein. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt hierbei auch das Automatikgetriebe-Öl, das ebenfalls häufig als „Lebensdauerfüllung“ bezeichnet wird. Die Laufleistung setzt hier der Viskosität und der Schmierfähigkeit des Öls zu, weshalb es stets im Blick sein sollte. Ein Ölwechsel am Automatikgetriebe kann nach etwa 60. bis 80.000 Kilometern sinnvoll sein, um den Verschleiß zu begrenzen.

Woraus besteht ein Automatikgetriebe?

Wo kein Kupplungspedal vorhanden ist, muss die Trennung von Getriebe und Motor anders stattfinden. Bei einer Wandlerautomatik gibt es hierfür einen Drehmomentwandler, kurz Wandler, welcher unter anderem die Funktion der Kupplung übernimmt. Dieser ist bei Doppelkupplungsgetrieben, kurz DSG-Getrieben nicht vorhanden. Der Drehmomentwandler sorgt zudem dafür, dass das Motorendrehmoment hydraulisch auf die Getriebe-Eingangswelle übertragen wird. Das sogenannte Pumpenrad überträgt die Bewegungsenergie des Motors auf den Ölstrom, welcher direkt auf das Turbinenrad trifft und somit das Getriebe angetrieben wird. Indes sorgt das auf einem Freilauf gelagerte Leitrad für den Rückstrom des Öls. Den durch die hydraulische Kraftübertragung entstehenden Schlupf im Wandler hebt die Wandlerüberbrückungskupplung durch eine mechanisch kraftschlüssige Verbindung unter bestimmten Lastzuständen auf. Dies sorgt ebenso dafür, dass der Kraftstoffverbrauch und der Schadstoffausstoß des Fahrzeugs gesenkt wird.